TapWater Instant

Ist Leitungswasser für Säuglinge gefährlich?

von Katharina Trautvetter

Deutsches Leitungswasser ist gut. Eine Nachkontrolle durch private Leitungswassertests, die Erfragung der aktuellen Messwerte beim örtlichen Wasserwerk und die Optimierung am sogenannten Point of Use ist besser. Quelle: https://www.pexels.com/ | Autor: Burst

Auf vielen Mineralwässern im Handel findet man den Hinweis „Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“. Aber wie steht es mit unserem Leitungswasser? Birgt die Verwendung vielleicht sogar Gefahren für den Nachwuchs?

In aller Regel kann man Leitungswasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden. Auch für ältere Kinder ist Leitungswasser als Getränk geeignet. Es gibt jedoch Ausnahmen. Sollten Bleirohre im Haus verbaut sein, stellt der Konsum von Leitungswasser ein potentielles Gesundheitsrisiko für alle Heranwachsende dar.


Auch bei neuen Kupferrohren sollte man Vorsicht walten lassen. Sie geben in den ersten drei Jahren vermehrt Kupfer ab. Besonders bei eher saurem Wasser, das einen niedrigen pH-Wert aufweist, kann sich das Kupfer leicht lösen und ins Trinkwasser übergehen. Schwermetalle können unter anderem die Nierenfunktion oder Blutbildung sowie die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen. Ein Trinkwassertest gibt Aufschluss über das Gefahrenpotential des hauseigenen Wasseranschlusses.


Besondere Vorsicht ist bei Hausbrunnen geboten, denn dort sind die Nitratwerte häufig erhöht. In öffentlichen Leitungen werden Nitrat-, Nitrit- oder auch Uran-Werte regelmäßig überprüft und übersteigen nur in wenigen Fällen die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Die Qualität des Leitungswassers kann bei den örtlichen Stadtwerken erfragt werden. Diese bieten auch Trinkwassertests an.


Grundsätzlich sollte Leitungswasser vor der Verwendung für die Zubereitung von Säuglingsnahrung abgekocht und anschließend auf 40° C heruntergekühlt werden. So ist man hinsichtlich bakterieller Verunreinigungen, die auf verschiedenen Wegen in das Wasser gelangen können, auf der sicheren Seite. Von der Verwendung handelsüblicher Wasserfilter bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ab, da diese schnell verkeimen können.

Dieses Angebot analysiert, u.a. durch Cookies, Ihre Nutzung zwecks Reichweitenmessung sowie Optimierung und Personalisierung von Inhalten und Werbung. Eingebundene Dritte führen diese Informationen ggf. mit weiteren Daten zusammen. Unter Datenschutzerklärung erhalten Sie weitere Informationen. Sie können die Tracking-Einstellungen hier ändern. Indem Sie weitersurfen, stimmen Sie – jederzeit für die Zukunft widerruflich – dieser Datenverarbeitung zu.